Sehenswürdigkeiten
Im 12. und 13. Jahrhundert ließen reiche Adelsfamilien Wehrtürme errichten, die nicht nur der Verteidigung, sondern mit der Zeit auch immer mehr zur Demostration der eigenen Macht dienten. Denn es galt: Je höher der Turm, desto größer war auch das Ansehen der darin wohnenden Familie.
So kam es, dass die Geschlechtertürme immer höher in den Himmel wuchsen, bis die damaligen Möglichkeiten im Hinblick auf die Statik ausgeschöpft waren und die neuen, immer größeren Türme zugleich auch immer instabiler wurden. Deswegen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts festgelegt, dass der Rathausturm, der Torre Grossa (zu deutsch "der dicke Turm"), mit seinen 54 Metern fortan als Obergrenze für neu gebaute Türme dienen sollte.
Wer einen Blick auf die kleinen Fenster dieser Türme wirft, kann erahnen, dass das Leben in solch einem Turm eher düster und nicht unbedingt komfortabel war. Dennoch versuchte man, den Türmen durch schmuckvolle Verzierungen ein wenig Glanz zu verleihen, nachdem ihre ursprüngliche Funktion als Wehrturm immer weiter zurückging.
Auch in anderen Städten der Toskana gab es damals eine Vielzahl an Geschlechtertürmen, allerdings mussten diese im Laufe der Jahrhunderte neuen Gebäuden und Palästen weichen. In San Gimignano hingegen breitete sich nach der Pest im 14. Jahrhundert die Armut aus und der Ort unterwarf sich Florenz. Aufgrund der Armut kam es in San Gimignano nicht zu einer Umgestaltung des Ortskerns, so dass die Geschlechtertürme lange erhalten bleiben konnten. Von den ursprünglich 72 Türmen stehen heute noch 14 und diese locken Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an, die sich an einzigartigen Überresten erfreuen, die von den ehrgeizigen Rivalitäten des Adels im frühen Mittelalter erhalten geblieben sind. Der unschätzbare kulturelle Wert dieser Türme zeigt sich auch darin, dass die UNESCO die Geschlechtertürme in San Gimignano 1990 zum Weltkulturerbe erklärte.
Geschlechtertürme in der Toskana
Bereits von weitem fällt die prachtvolle Kulisse San Gimignanos ins Auge, die von den Geschlechtertürmen geprägt wird. Aus der Entfernung wirken die Türme wie Wolkenkratzer, so dass der Ort nicht umsonst den Beinamen "Manhattan des Mittelalters" bekommen hat.Im 12. und 13. Jahrhundert ließen reiche Adelsfamilien Wehrtürme errichten, die nicht nur der Verteidigung, sondern mit der Zeit auch immer mehr zur Demostration der eigenen Macht dienten. Denn es galt: Je höher der Turm, desto größer war auch das Ansehen der darin wohnenden Familie.
So kam es, dass die Geschlechtertürme immer höher in den Himmel wuchsen, bis die damaligen Möglichkeiten im Hinblick auf die Statik ausgeschöpft waren und die neuen, immer größeren Türme zugleich auch immer instabiler wurden. Deswegen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts festgelegt, dass der Rathausturm, der Torre Grossa (zu deutsch "der dicke Turm"), mit seinen 54 Metern fortan als Obergrenze für neu gebaute Türme dienen sollte.
Wer einen Blick auf die kleinen Fenster dieser Türme wirft, kann erahnen, dass das Leben in solch einem Turm eher düster und nicht unbedingt komfortabel war. Dennoch versuchte man, den Türmen durch schmuckvolle Verzierungen ein wenig Glanz zu verleihen, nachdem ihre ursprüngliche Funktion als Wehrturm immer weiter zurückging.
Auch in anderen Städten der Toskana gab es damals eine Vielzahl an Geschlechtertürmen, allerdings mussten diese im Laufe der Jahrhunderte neuen Gebäuden und Palästen weichen. In San Gimignano hingegen breitete sich nach der Pest im 14. Jahrhundert die Armut aus und der Ort unterwarf sich Florenz. Aufgrund der Armut kam es in San Gimignano nicht zu einer Umgestaltung des Ortskerns, so dass die Geschlechtertürme lange erhalten bleiben konnten. Von den ursprünglich 72 Türmen stehen heute noch 14 und diese locken Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an, die sich an einzigartigen Überresten erfreuen, die von den ehrgeizigen Rivalitäten des Adels im frühen Mittelalter erhalten geblieben sind. Der unschätzbare kulturelle Wert dieser Türme zeigt sich auch darin, dass die UNESCO die Geschlechtertürme in San Gimignano 1990 zum Weltkulturerbe erklärte.

San Gimignano
Die kleine Stadt San Gimignano in der Provinz Siena hat einen mittelalterlichen Stadtkern. Die Wehrtürme der Stadt, die Geschlechtertürme, sind UNESCO-Weltkulturerbe. Das romatische Städtchen in der Toskana zieht zahlreiche Urlauber an.